Bildergalerie

Bildergalerie

Die meisten profanen Wand- und Deckenmalereien befinden sich in Privathäusern und sind der Öffentlichkeit in der Regel nicht zugänglich. Einige Malereien jedoch können in Einzelhandelsgeschäften, Gaststätten oder Galerien zu den üblichen Öffnungszeiten bzw. auf Anfrage besichtigen werden.

Schon seit 1900 wurden bemalte Holzbalkendecken, Paneele und Tapeten in Magazinen gesammelt für eine zukünftige museale Präsentation. Einige dieser Stücke sind heute im St. Annen-Museum zu besichtigen.

Weitere Aufnahmen aus dem Bildbestand des Forschungsprojekts, die bislang auf keiner Seite gezeigt wurden, finden Sie im Bildarchiv.

König David
König David, Ausschnitt einer Wandmalerei in der Königstr. 51, um 1310 (Foto: Saß)
Akanthusranken mit Jagddarstellungen
Königstraße 73/ Ecke Hüxstraße, Akanthusranken mit Jagddarstellungen und Blüten, 1675-1705 (Foto: Denkmalpflege Lübeck)
Anbetung der Heiligen Drei Könige
Anbetung der Heiligen Drei Könige. Wandmalerei im Haus Schüsselbuden 2, Ecke Mengstraße, um 1340 (Foto: Ullrich)
Einhorndarstellung
Königstraße 28, Einhorndarstellung, um 1500 (Foto: Denkmalpflege Lübeck)
Imitierte Diamantquader
Imitierte Diamantquader, Wandmalerei in der Mühlenstr. 66, Diele, um 1600 (Foto: Hoffmann)
Wandmalerei in zwei Schichten
Wandmalerei in zwei Schichten, unten imitierte Diamandquader, oben Akanthus, Engelsgrube 47 (Foto: Wulff)
Kreuzigungsgruppe
Kreuzigungsgruppe, Wandmalerei in der Großen Gröpelgrube 8, ehem. Pilgerherberge, dort auch mehrere Heiligenfiguren, zugänglich bei Stadtführungen (Foto: Barca)
Kaiserporträts in imitierten Kassetten
Kaiserporträts in imitierten Kassetten, Deckenmalerei im Audienzsaal des Lübecker Rathauses, 1573-1575 (Foto: Denkmalpflege Lübeck)

Das Haus Königstraße 51 steht im Zentrum der Altstadt in Höhe des Kaufhauses Karstadt. Gleich nebenan befindet sich auch der Haupteingang in die Königpasssage. Wenn Sie das Geschäftshaus betreten, gehen Sie bitte ganz nach hinten durch. Dort finden Sie die Reste eines kompletten Raumprogramms aus der Zeit zwischen 1270 und 1320.

König David erkennen Sie an seinem Attribut, der Leier. Er sitzt auf einem Stuhl aus schwarzem Holz. Über seinem Kopf schwebt ein Textband, darauf steht zu lesen: "Post pira vinum", nach den Birnen Wein. Man glaubte im Mittelalter, Wein sei bekömmlicher, wenn man zuvor Birnen gegessen habe.

Die Qualität der figürlichen Malerei in der Königstraße gleicht derjenigen in zeitgenössischen Klöstern und Kirchen Lübecks.

An der Ecke Königstraße 73/Hüxstraße steht ein modernes Stockwerksgebäude aus der Zeit um 1900. Im hinteren Teil des Verkaufsraumes gibt es eine Holzbalkendecke. Sie überdeckte um 1600 drei Räume. Der mittlere Raum wurde zwischen 1675 und 1705 mit ornamentaler Ausmalung versehen.

Zwischen Akanthuswerk mit fantastischen Blüten und Früchten finden sich verstreut Tierdarstellungen. Der Maler hat mehrfach den Augenblick festgehalten, in dem ein Tier nach erfolgreicher Jagd seine Beute im Maul oder im Schnabel hält.